Dax taucht ab. Wie könnte es nun weitergehen?

Mit der Saisonalität ist es so eine Sache. Greifbar ist sie nicht unbedingt, aber sie hat unbestritten Einfluss auf das Marktgeschehen. Noch in unserer letzten Ausgabe vom 24.08. hatten wir die saisonalen Aspekte thematisiert und hierbei insbesondere auf die für die Börse „traditionell“ schwierigen Monate September und Oktober verwiesen.

Zumindest der Auftakt für diese Phase verlief ganz nach dem saisonalen Drehbuch. Der Dax geriet in den letzten Handelstagen unter Druck und tauchte infolgedessen unter die eminent wichtige Marke von 12.000 Punkten ab. Damit ist auch der im Bereich von 12.100 Punkten ausgebildete Doppelboden, von dem man sich ja einen gewissen stabilisierenden Effekt erwartet hatte, dahin. Damit gewinnt zweifelsohne die bereits seit Wochen bzw. Monaten schwelende Korrektur im Index neue Schärfe. Ob sich das Ganze im Nachhinein als reinigendes Gewitter und womöglich als Grundstein für eine Jahresendrally erweisen wird, bleibt natürlich noch abzuwarten, aber auch dieses Szenario wäre denkbar…

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wallstreet:online AG (von GBC AG): Kaufen

Original-Research: Wallstreet: online AG – von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu wallstreet:online AG

Unternehmen: wallstreet:online AG
ISIN: DE000A2GS609

Anlass der Studie: Researchstudie (Update)
Empfehlung: Kaufen
Kursziel: 88,70 Euro
Kursziel auf Sicht von: 31.12.2019
Letzte Ratingänderung:
Analyst: Matthias Greiffenberger; Cosmin Filker

Halbjahreszahlen in Line – Kaufoption auf den Betreiber von FondsDiscount.de (wallstreet:online capital AG) könnte ein hohes Synergiepotenzial bieten und eine Einstiegsmöglichkeit sein in den Bereich Fintech mit entsprechenden Transaktionserlösen – Kursziel bestätigt: 88,70 EUR – Rating weiterhin Kaufen

Die wallstreet:online AG konnte zum ersten Halbjahr die hohe Wachstumsgeschwindigkeit noch weiter steigern und erhöhte die Umsatzerlöse um 167,3% auf 5,34 Mio. EUR (VJ: 2,00 Mio. EUR). Hierzu lieferte die MIM (börsennews.de) einen anorganischen Umsatzbeitrag in Höhe von 1,31 Mio. EUR. Exklusive der MIM konnte das Unternehmen somit ebenfalls äußerst dynamisch wachsen und steigert den Umsatz um 101,8% auf 4,03 Mio. EUR.
Durch die hohe Skalierbarkeit des Geschäftsmodells konnte das Ergebnis überproportional ansteigen und das EBITDA erhöhte sich um 329,4% auf 2,79 Mio. EUR (VJ: 0,65 Mio. EUR). MIM lieferte hierbei einen anorganischen EBITDA-Beitrag in Höhe von 0,88 Mio. EUR. Der Grund für die hohe Skalierbarkeit ist, dass insbesondere bei der Betreibung der Finanzportale kaum variable Kosten entstehen und so bei höheren Werbeumsätzen deutliche Margensteigerungen möglich sind. Entsprechend erhöhte sich die EBITDA-Marge von 32,5% (1. HJ 2017) auf 52,2% (1. HJ. 2018).

Im Rahmen der Halbjahreszahlen wurde die Unternehmens-Guidance mit einem Umsatz in Höhe von 8,40 bis 10,30 Mio. EUR und einem EBT in Höhe von 4,49 bis 5,49 Mio. EUR bestätigt. Wir bestätigen ebenfalls unsere Prognose und erwarten im Jahr 2018 Umsatzerlöse in Höhe von 10,10 Mio. EUR und ein Netto-Ergebnis von 3,94 Mio. EUR. Vor dem Hintergrund der aktuellen Halbjahreszahlen schätzen wir insbesondere unsere Ergebnisprognose als konservativ ein.

Kaufoption auf wallstreet:online capital AG (fondsdiscount.de)
Ursprünglich war wallstreet:online capital AG noch mit der wallstreet:online verbunden, jedoch war die wallstreet:online capital (w:o capital) in den vergangenen Jahren ein komplett eigenständiges Unternehmen ohne Verbindungen zur wallstreet:online AG. Am 14.08.2018 hat w:o vermeldet, dass eine Vereinbarung zum Erwerb von 30% der w:o capital für rund 3 Mio. EUR geschlossen wurde. Im Rahmen der Erwerbsvereinbarung erhielt w:o auch eine Kaufoption auf den Erwerb einer Kontrollmehrheit an dem Unternehmen. Der Kauf soll in bar ausgeübt werden. Aktuell verfügt die w:o über 10,30 Mio. EUR an Cash und Working Capital und ist somit für eine derartige Akquisition gut aufgestellt.

Die Akquisition der w:o capital ist in mehrerer Hinsicht attraktiv. Zum einen könnten maßgebliche Synergien zwischen den Plattformen von w:o und fondsdiscount.de gehoben werden, was zu einer deutlichen Umsatz und Ergebnissteigerung führen sollte. Im Geschäftsjahr 2017 hatte die w:o capital 4,70 Mio. EUR Erlöse erzielt bei einem EBT in Höhe von 0,50 Mio. EUR. Unseres Erachtens sollten einerseits deutliche Kosteneinsparungen in der w:o capital möglich sein, sowie andererseits dynamische Erlössteigerung durch die Cross-Plattform Vermarktung erzielt werden können.
Zum anderen sind die Erlöse der wallstreet:online capital äußerst nachhaltig und sollten sich aus einem sehr hohen Anteil an wiederkehrenden Erlösen zusammensetzen. Der Grund hierfür ist, dass die Plattform fondsdiscount.de in der Regel die angebotenen Fonds ohne Ausgabeaufschlag vermittelt und die Erlöse größtenteils aus der Bestandsprovision erzielt. Dies würde zu einer guten Symbiose zwischen den Geschäftsmodellen der w:o und der w:o capital führen, da w:o abhängiger vom Börsenklima ist und somit eine höhere Volatilität aufweist.

Darüber hinaus verfügt w:o capital als Finanzdienstleistungsinstitut über Lizenzen zur Anlagevermittlung, Anlageberatung und Abschlussvermittlung. Dies ist ein Bereich in dem die wallstreet:online AG geplant hatte verstärkt einzusteigen. Durch eine Akquisition der w:o capital könnte sich die w:o kostengünstig und zeitnah die entsprechenden Lizenzen erwerben.
Unseres Erachtens sollte eine Akquisition der wallstreet:online capital AG äußerst wertschöpfend sein. Da gegenwärtig nur eine Kaufoption besteht und der Kauf noch nicht vollzogen ist, haben wir die Übernahme noch nicht in unseren Prognosen berücksichtigt. Dennoch zeigen bereits die Ergebnisse aus dem ersten Halbjahr 2018, wie dynamisch das Unternehmen wächst und wie positiv sich bereits die Akquisition von der MIM auswirkt. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir unser Kursziel in Höhe von 88,70 EUR und vergeben das Rating KAUFEN.

EZB-Chefposten / Nike / ZEW-Erwartungen

Liebe Leser,

vor gut einem Monat kamen Berichte auf, dass Angela Merkel auf den Personalpoker um den neuen EZB-Präsidenten verzichten würde, wenn sie dafür die Position des Präsidenten der Europäischen Kommission besetzen darf. Laut den jüngsten Nachrichten ist jedoch noch keine Entscheidung gefallen und bei den Unterhändlern ist Weidmann noch immer die erste Wahl für den EZB-Posten.

Laut Edison Trends nahm nach dem Nike-Anzeigenskandal der Online-Verkauf in den USA während des Labour-Day-Feiertags am 3. September 2018 – von Sonntag bis Dienstag – um 31 Prozent zu. Die Aktie könnte schon sehr bald einen neuen Höchststand erreichen – Jahresperformance +57,28 Prozent.

Zwar sind die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland im September 2018 unerwartet um 3,1 Punkte von minus 13,7 auf einen neuen Wert von minus 10,6 Punkten gestiegen. Aber das reicht nicht, um die Stimmung der DAX-Anleger an der Börse nachhaltig positiv zu beeinflussen. Nachdem der Dax im Juni bei über 13.000 Punkten stand, schauen besorgte Anleger nun auf die 12.000-Punkte-Marke.

Wir wünschen allen Leser und Investoren eine erfolgreiche Börsenwoche.